Javier Milei Insitut für Deregulierung in Europa

In diesem Beitrag soll das Javier Milei Insitut für Deregulierung in Europa mit Sitz in Düsseldorf vorgestellt werden, [1] so laut Impressum. Es gibt jedoch einen Artikel in amerika21..de der einen Träger in Dresden erwähnt. Dazu später mehr.

Auf die Fragen nach Interesse an diesem „Institut“, lautete eine Antwort diese Organisation oder diesen Verein ganz einfach zu ignorieren.

Das kann und darf nicht sein. Denn der Präsident Argentiniens Javier Gerardo Milei gilt als Rechtslibertärer, der sehr gut vernetzt ist.

Die TAZ veröffentlichte im September 2026 einen Artikel über das Netzwerk libertärer und konservativer Denkfabriken, die auf dem ganzen Kontinent gewachsen seien. Die Vision von Milei ist schnell zusammengefasst: Freiheit und Staatsabbau. [2]

Vor wenigen Tagen veröffentlichte MarketScreener einen Artikel mit der Überschrift: „Armutsquote stellt Argentiniens Milei vor der Wahl auf die Probe“ und weiter: „Schätzungen der Katholischen Universität Argentiniens, auch bekannt als UCA, gelten als Frühindikator für die Entwicklung der offiziellen Armutsquote. Ihnen zufolge könnte die Quote bis zum Jahresende auf 35 % der Bevölkerung steigen.“ [3]

So führte die Freiheit der Einen zur Armut der Anderen, also zu geschätzten 35% der Bevölkerung. Soll das etwa auch ignoriert werden?

Jetzt könnte mensch einwenden, es ginge um Argentinien. Doch so einfach ist es nicht. Denn in Düsseldorf hat das Javier Milei Institut seinen Sitz mit Verbindungen nach Dresden.

Zu den Gründer*innen gehören Dr. Frauke Petry, Joana Cotar. Beide sind Ex-AfD. Ihre Vernetzungen sind nicht so bedeutsam wie die von Carlos A. Gebauer, Prof. Dr. Philipp Bagus, Dr. Barbara Kolm und Prof. Dr. Stefan Kooths.

Sie alle sind sehr gut vernetzt. Am Beispiel von Carlos A. Gebauer,

Vorsitzender Richter des Disziplinarsenates beim Anwaltsgerichtshof Nordrhein-Westfalen, sollen die Vernetzungen grafisch dargestellt werden.
Und diese sind nicht einmal vollständig.

Sie erstrecken sich wesentlich weiter und sind intensiver als mensch denkt.

Wenn am 24. Oktober 2026 das Forum Freiheit 2026 der Hayek-Gesellschaft stattfindet, wird das Javier Milei Institut durch 4 Personen vertreten sein. Das sind Joana Cotar, Dr. Frauke Petry, Carlos A. Gebauer und Prof. Dr. Stefan Kooths.

Zwei Vorträge sorgen für die Weiterverbreitung. „Milei-Institut für Deregulierung in Europa“ und „Gestaltungsperspektive Deregulierung: Was können wir von Argentinien lernen?“ [4]

Die Spuren von Prof. Dr. Philipp Bagus führen zum rechten Netzwerk Wissenschaftsfreiheit, hier ist er Mitglied, sie führen auch zum Hayek-Club Münsterland, zum Ludwig von Mises Institut, zur Jungen Freiheit,

der er 2024 ein Interview gegeben hat. In diesem wird er als Milei-Intimus bezeichnet und als „persönlicher Freund des argentinischen Präsidenten Javier Milei.“ [5]
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Junge Freiheit ist ein Sprachrohr der sog. „neuen Rechten“.

In der Vergangenheit war Bagus Referent in und für die Bibliothek des Konservatismus. Er unterstützte den rechten Appell für freie Debattenräume und war Unterstützer von #allesaufdentisch, einer Aktion von sog. Coronaleugner*innen und Querdenker*innen.

Zum Wissenschaftlichen Beirat des Javier Milei Institut gehören Prof. Dr. Thorsten Polleit, Olivier Kessler, Dr. Laurent Heisten und Dr. Karl-Friedrich Israel.

Olivier Kessler ist Direktor des Liberalten Instituts in der Schweiz, die die Liberty Summer School 2027 organisiert und das mit Carlos A. Gebauer, Stefan Kooths, Thorsten Polleit und Olivier Kessler. [6]

[7]

Diese Liberty Summer School bietet „25 Nachwuchstalenten im Alter von 18 bis 30 Jahren eine spannende Einführung in die liberale Ideengeschichte sowie deren Bedeutung für aktuelle Probleme und Herausforderungen.Wer waren Frédéric Bastiat, Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek, Murray Rothbard und Ayn Rand? (…)“ [8]

Interessanterweise gehört Olivier Kessler zu den Autoren des Mises Institut, genau wie Philipp Bagus, Karl-Friedrich Israel und Thorsten Polleit. Für Mises schreibt aber auch Frank Schäffler von der FDP und Vorsitzender von Prometheus – Das Freiheitsinstitut. [9]

Diesem gehörte bis vor wenigen Jahren noch Prof. Dr. Stefan Kooths an. Doch dann trennten sich offiziel die Wege von Prometheus und der Hayek-Gesellschaft.

Für Mises schreibt auch Titus Gebel von „Free Private Cities“.

Er schrieb sogar ein Buch über „Freie Privatstädte“

Neben den vielfältigen Vernetzungen des Javier Milei Instituts sind auch die Aufgaben aufschlussreich. Zu den Aufgaben gehören „Forschung und Förderung“, Entwicklung, Beratung und Bildungsarbeit. [10]

Es mag vollmundig klingen, dennoch müssen derartige Orgas ernst genommen werden. Denn im April 2026 fand bereits die erste Milei-Konferenz im sächsischen Schkeuditz unter dem Motto „Deutschland deregulieren. Jetzt!“ statt. [11]

Der Focus berichtete über das Milei-Institut und beendete seinen Artikel folgendermaßen: „Die Gründung des Milei-Instituts ist dennoch ein Signal:
Erstmals treten deutsche Libertäre mit einem Projekt auf, das offen radikal denkt und international andockt. Der Name Milei sorgt für Aufmerksamkeit, das Netzwerk für Reichweite: Die Debatte um die richtige Dosis Staat bekommt damit einen neuen, lautstarken Gesprächspartner.
“ [12]

Im Interview mit dem Cicero erklärte Frauke Petry „Wir ersticken in Bürokratie, weil der Staat inzwischen viel zu viel regelt. Daher werden wir einen Maßnahmenkatalog erarbeiten, der alle Methoden und Instrumente enthält, um eine umfassende Deregulierung auch in Deutschland umzusetzen. Dabei profitieren wir natürlich von den argentinischen Erfahrungen. (…)“ [13]

Und weiter: „Der Plan ist, einen Handlungskatalog zu entwickeln, den die nächste bürgerliche Regierung – wie auch immer die aussehen wird – von Tag eins an nutzen kann, um Bürokratie abzubauen. Dafür braucht es klare, auch juristisch durchdachte Maßnahmen. Vorbild ist der Ökonom Federico Sturzenegger, der einen solchen Maßnahmenkatalog für Javier Milei entwickelt hat.“

Was das konkret bedeutet, hat die von Frauke Petry gegründete Partei „Team Freiheit“ formuliert: „Sozialstaat absägen“. [14]

Im Oktober 2025 veranstaltete das Ludwig von Mises Institut gleichnamige Konferenz 2025, angekündigt als „Die Freiheitsrevolution in Argentinien – Eine Blaupause für den Westen“ im Hotel Bayerischer Hof in München.

Verliehen wurde der „Gedächtnispreis zu Ehren Ludwig von Mises an Präsident Dr. Javier Milei“, der persönlich nicht anwesend war. Doch die Themen der Konferenz sind „interessant“:

„Javier Milei und der Kulturkampf“ (Philipp Bagus)
„Warum unsere politisch-mediale Elite antikapitalistisch ist“ (Norbert Bolz)
„Mileis ‚Kettensägen-Reformen‘ – auch in Deutschland möglich?“ (Dr. Stephan Ring)
„Wie man ein Zentralbankmonopol beenden und zu gutem Geld zurückkehren kann: Eine Blaupause“ (Prof. Dr. Thorsten Polleit)

An jener Veranstaltung nahm auch Iván Dubois teil.

[15]

Er ist Präsident der Internationalen Allianz libertärer Parteien (International Alliance of Libertarian Parties), Abgeordneter des Parlaments der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur („Parlasur“). [16]

Wenn am 17.Oktober 2026 die nächste Ludwig von Mises Konferenz 2026 im Hotel Bayerischer Hof in München stattfindet, dann mit zwei Mitstreiter des Milei-Instituts nämlich Philipp Bagus und Thorsten Polleit.

Diskutiert wird dann über „Kulturelle und ökonomische Grundlagen von Freiheit und Wohlstand“. [17]

Diskutiert werden an diesem Tag die Privilegien und der finanzielle Wohlstand von einigen Wenigen, die vergrößert werden sollen zum Nachteil einem großen Teil in der Bevölkerung.

Fortsetzung folgt!