INDEMIS

Wenn das rechte und rassistische Netzwerk Wissenschaftsfreiheit auf die „Denk“fabrik R21 trifft, kann etwas ganz Neues entstehen: nämlich eine neue Organisation, die noch besser vernetzt ist und deren Verbindungen zur Hayek-Gesellschaft, zum ZDF-Fernsehrat reichen und zur CDU, von Paris über Kopenhagen, von Berlin nach Münster und nach Malmö führen.

Doch der Reihe nach.

2025 schloss das Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) seine Türen und eine neue öffnete sich. Es öffnete sich die Tür zum neu gegründeten Institut für Demokratie und Islam, kurz INDEMIS. [1]

Unten im Bild sind die Gründungsmitstreiter*innen und der Vorstand abgebildet. [2]

Statt Alt-Text „Wer zu sehen ist“ von links oben nach rechts unten. Marcus M. Lübbering, Naila Chikhi, Oliver Bertrand, Susanne Schröter, Christian F. Majer, Marwan Abou Taam, Ahmad Mansour, Maria Theresia Lübbering, Albrecht Kochsiek, Angela Vardopoulos, Thomas Haussmann und Ali Ertan Toprak.

Zusätzlich existiert ein Beirat aus 6 Personen und in Kürze soll es auch ein Kuratorium geben.

Von den 18 aufgeführten Beteiligten haben 12 akademische Titel wie Prof. Dr. oder Dr., d.h. 12 Mitstreiter*innen stammen aus der Welt der Wissenschaft. Nachzulesen hier

Aber die Verbindungen reichen sehr viel weiter. Sie reichen zu Universitäten im In- + Ausland. Prof. Dr. Elham M. Manea (Netzwerk W…) ist Titularprofesserin an der Universität Zürich, leitet dort den Kompetenzbereich Middle Eastern and Gulf Studies am Institut für Politikwissenschaft.

Prof. Dr. Ebrahim Afsah (Netzwerk Wissenschaftsfreiheit) hat eine höchst interessante Vita, die ihn u.a. nach London, Dublin, Heidelberg, Oslo, Florenz, Harvard Law School, National University of Singapore führte. Er war Uniprof für islamisches Recht an der Uni Wien und ist jetzt außerordentlicher Professor an der Uni Kopenhagen.

Dr. Albrecht Kochsiek wiederum führt den neugegründeten Verein in seiner Eigenschaft als planungspolitischer Sprecher der CDU direkt zur CDU-Frankfurt. Seit 2014 ist er Mitglied des Stadtparlaments Frankfurt.

Der stellvertretende Vorsitzende Marcus M. Lübbering gründete die Academie Kloster Eberbach – Werte und Wirtschaft und Gesellschaft e.V. im Jahr 2005. Hier zeigen sich weitere Verbindungen, die u.a. zur Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) führen.

Beispielhaft ist hier die Online-Veranstaltung „Religion, Glaube, Kirche und Politik – Was lernen wir in Europa/Deutschland von den aktuellen Trends in den USA?“ mit dem Referenten Dr. Hardy Ostry, der der Leiter des Auslandsbüros Washington, D.C. der KAS ist. [3]

Wie kann ein Staat auf dem Weg in den Faschismus ein Vorbild sein ??????

Das Gründungsmitglied Marwan Abou Taam promovierte in Göttingen bei Basam Tibi über islamistischen Terrorismus und war für die Dauer von 2006 bis Ende 2025 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim LKA Rheinland-Pfalz in Analyse und Fortbildung. Schwerpunkte: islamistischer Extremismus, Salafismus, Dschihadismus und Sicherheitspolitik.

Außerdem ist er assoziiertes Mitglied des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung.

Ahmad Mansour, ein weiteres Gründungsmitglied, führt zur „Denk“fabrik R21 und zu MIND. [4]

[4]

Der Beirat von MIND setzt sich aus Lars F. Lindemann (Global Principal Public Affairs Pharma der Bayer AG und langjähriges Mitglied des Deutschen Bundestages für die FDP in Berlin. Der Ehemalige FDP Politiker ist selbst Unternehmer und in verschieden Aufsichts- und Beiräten tätig.)

Dr. rer. pol. h.c. Frank-Jürgen Weise (ist Manager und ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. Er leitete zusätzlich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Zudem fungiert er als Vermittler und Sanierungsexperte und hat heute weitere Ehrenämter.) und

Dr. Stefan Gross-Selbeck (Manager und Unternehmensberater. Er ist vormaliger Senior Partner der Boston Consulting Group und war CEO der XING AG. Er sitzt in verschiedenen Aufsichtsräten und berät Technologiunternehmen bei der Skalierung ihrer Organisationen.) zusammen.

[5]

Zu den Angeboten der Mansour-Initiative für Demokratieförderung und Extremismusprävention (MIND) gGmbH gehören z.B. Workshops im Auftrag von Schulen, Jugendzentren, Justizvollzugsanstalten, Vereinen, Kommunen und Gemeinden und Ministerien.

[6]

Vorstandsvorsitzende von INDEMIS Prof. Dr. Susanne Schröter von der „Denk“fabrik R21 und dem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit ist gleichfalls gut vernetzt. Sie gehört zum geschäftsführenden Vorstand der Ingrid zu Solms-Stiftung („Für Frauen mit Elitepotential“). [7]

Das Gründungsmitglied von INDEMIS Naila Chikhi wurde 2021 mit dem Menschenrechtspreis der Ingrid zu Solms-Stiftung ausgezeichnet. [8] Zum Beirat Menschenrechte gehören u.a. Ulrike Ackermann (Netzwerk Wissenschaftsfreiheit) und Necla Kelek (Terre des Femmes Deutschland).

Nailia Chikhi unterstützte darüber hinaus den Appell der Frauen 2026:

[9]

Dieser Appell wurde von den Frauen für Freiheit (FfF) veröffentlicht, (archive.is/UAHKm) deren Vorsitzende Rebecca Schönenbach auch gerne Vorträge für die Hayek-Gesellschaft hält, die von Aussteiger*innen als das Mistbeet der AfD bezeichnet wurde.

Ali Ertan Toprak ist ein weiteres Gründungsmitglied. Er ist Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland.

2025 wurde er von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt in den neu eingerichteten „Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung“ im Bundesministerium des Innern berufen. Er ist Mitglied des ZDF-Fernsehrats und des ARTE-Programmbeirats.

[10]

Toprak ist CDU-Mitglied und unterstützte 2021 die Petition Europas Freiheit schützen – Politischen Islam stoppen! als Erstunterzeichner. [11]

2020 hatte er schon den Aufruf „Stoppen wir den politischen Islam“ unterstützt, der in der Welt veröffentlicht wurde. [12]

Toprak fungierte bereits 2017 als Gastautor für Tichys Einblick, unterstützte 2018 die Petition von Terre des Femmes Deutschland „Den Kopf frei haben (gegen das Kinderkopftuch)“. Außerdem hat er bereits mindestens einen Gastbeitrag für den Cicero verfasst.

Uur Ausrichtung des Cicero gab es bereits diesen Beitrag im Blog aus dem Jahr 2018. Schon damals war erkennbar wohin der Cicero kippt.

Lange bevor die Bezeichnung Synergie existierte, fasste Aristoteles diesen Effekt folgendermaßen zusammen: „Das Ganze ist größer als die Summe seiner Teile“.

Gemeint ist das ergebnisorientierte Zusammenwirken von Kräften, Personen oder Organisationen, die sich gegenseitig unterstützen und fördern. Genau das können „wir“ hier sehen.

Doch welches Ergebnis soll überhaupt erreicht werden? Wissen soll generiert werden und der Verein will Beratungen für Fachkräfte anbieten. Behandelt werden Themen wie Religion im liberalen Rechtsstaat, Islam und Islamismus, Demokratiebildung und Extremismusprävention.

[13]

Generieren bedeutet erzeugen, hervorbringen oder auch entstehen lassen. „Das Wort betont, dass etwas planmäßig und meist durch ein Verfahren entsteht, nicht zufällig.“ [14]

Definitionen können erzeugt werden. Definitionen von Extremismus von Rechts und Links. Definitionen können erzeugt werden was Demokratie ist.

Dadurch entsteht Deutungshoheit, die in Form von „wissenschaftlichen“ Analysen, Berichten, Konferenzen und Vortragsreihen unter das „Volk“ gebracht werden.

Um das zu verdeutlichen ein Zitat von
Prof. Dr. Susanne Schröter: „Die massenhafte, irreguläre Migration seit 2015 hat die deutsche Gesellschaft destabilisiert und überfordert.“ [15]

Aber noch etwas ist uns aufgefallen. Die TAZ berichtete im September 2021 über die „nützlichen Nestbeschmutzer“ und bezog sich dabei u.a. auf Ahmad Mansours Äußerung über den Islam, der sich noch in eine andere Kultur integriert habe und auch nicht in Europa.

Die TAZ berichtete über die Instrumentalisierung rassiistischer Aussagen: „Menschen mit Migrationsgeschichte lassen sich nämlich leicht vom Rassismusvorwurf reinwaschen, auch wenn sie noch so rassistische Aussagen machen. Das nutzen rechte Gruppen für sich.“ [16]

Die TAZ schrieb dazu: „Niemand sollte sich zudem das Recht herausnehmen, für die gesamte Gruppe zu sprechen. Ob ihre Argumente stichhaltig sind, muss an Hand der Argumente selbst geprüft werden, nicht an Hand der Herkunft der Sprechenden.“

Doch was ist wenn nicht stichhaltige Argumente wissenschaftlich generiert werden um dadurch stichhaltig erscheinen?

Der Psychologe und Islamismus-Experte Ahmad Mansour kritisiert den in Politik und Wissenschaft weit verbreiteten Begriff »antimuslimischer Rassismus«.

Dieser sei irreführend und gefährlich, weil er Islamkritik unterdrücke und Islamisten in die Opferrolle versetze, schrieb der Experte, der selbst Muslim ist, in einem Beitrag für die »Welt« veröffentlichte die Jüdische Allgemeine am 22.08.2025. [17]